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Gewinnerinnen schreiben phantastische Listen

Gewinnerinnen schreiben phantastische Listen

Wie lautete die Schreibaufgabe von Autor Thomas Richardt? Zehn Dinge, die 2023 passieren könnten, sollten Autor:innen im Alter von 8 und 17 Jahren in einer "phantastischen Liste" zusammenfassen. Um Wünsche und Pläne ging es da, um Verrücktes und gute Vorsätze. Ronja (15 Jahre), Sofie (fast 15) und Mona (12) hatten die überraschendsten Einfälle. Was ihm an den Listen besonders gut gefiel beschreibt Thomas Richardt. Wie? Natürlich in Listenform!

PLATZ DREI: Ronjas Liste
10 Dinge, die ich an der „Dinge die im Jahre 2023 passieren werden-Liste“ von Mona mag:
1. Dies ist eine Liste gegen die Langeweile, die beweist, wie wichtig Langeweile ist
2. Langeweile kann die Phantasie wecken
3. Langeweile kann zu seltsamen Begegnungen (z.B. mit rothaarigen Jungen) führen
4. In der Langeweile gibt es einen Schacht
5. Einfach mittendrin einen Schacht!
6. Wie großartig ist das denn! (Liste mit Schacht!)
7. Deine Liste riecht ganz und gar nach Sommerferien
8. Und nach Umkleidekabine
9. Und ganz und gar nicht nach Langeweile
10. Ich freue mich auf die in deinem letzten Punkt angekündigte Geschichte, die ich hoffentlich zu lesen bekomme

PLATZ ZWEI: Sofies Liste
10 Gedanken über „Wie man ein Problem löst“!

1. Ein Lebensratgeber als Liste! - das ist ja phantastisch!
2. Ich mag, dass die Liste eine andere Erzählperspektive einnimmt
3. Ich werde als Leser direkt angesprochen!
4. Ich werde gesiezt!
5. Das schafft eine Distanz, die im krassen Gegensatz zu dem fantastischen Inhalt steht
6. Ich werde ständig aufgefordert, phantasievolle Dinge zu tun
7. Ich werde auf eine Phantasie-Reise mitgenommen
8. Und am Ende ist auch mein Problem gelöst
9. Ich wusste gar nicht, dass ich eins hatte;-)
10. Das ist phantastisch gemacht! Vielen Dank!

PLATZ EINS: Monas Liste
10 Gründe, warum ihr die Liste mit dem Titel „Liste“ lesen solltet!
1. Es ist eine Liste, die Poesie atmet
2. Es ist eine Liste, die von Musik inspiriert ist (und ich habe jetzt das Lied von AnnenMayKantereit für mich entdeckt)
3. Es ist eine Liste, bei der man Staub in die Nase bekommt
4. Eine Liste, die Erinnerungen weckt!
5. Eine Liste, die großartige Sätze und Bilder bereithält
6. „Heimat und zuhause: Ein großer Unterschied“
7. „Kahle Stellen. Bereits weggebrachte Möbel zeugen von Aufbruch“
8. Und mein Lieblingssatz:
9. „Vom Staub genährte Geborgenheit“
10. Ich danke Dir für diese poetische Liste. Und allen Autorinnen und Autoren für ihre Texte!

Platz drei: Ronjas Liste

"Liste der Dinge die im Jahre 2023 passieren werden"
1. Ich werde mich langweilen.
2. Ich werde schwimmen gehen und ein Eis essen.
3. Am Eisstand werde ich keinen seltsamen Jungen mit roten Haaren sehen und ihm folgen.
4. Und in einen Ablageraum kommen, in dem er mich entdeckt und fragt: “Glaubst du an Gaurgonen?“. Ich schüttele den Kopf, doch er lässt mich nicht in Ruhe. Es kommen mehr Kinder aus den Türen, die in Räume führen, von denen ich dachte, es wären Duschen. Ich werde mich fragen, ob ich verrückt bin. Die Kinder wirken mit einem Mal als ob sie mich nicht gehen lassen, oder ich bilde es mir nur ein, da so etwas genau mein Ding ist, deshalb
5. nehme ich mir für dieses Jahr übrigens vor, mehr an das Positive in solchen Kindern zu glauben.
6. Ich rede in solchen Situationen für gewöhnlich nicht, auch wenn es vielleicht besser wäre. Aber ich denke diesen Punkt werde ich nicht auf meine Liste nehmen.
7. Die Kinder drängen mich zurück nach draußen. Aber da ist alles ganz anders. Es ist fast leer. Ich höre die gedämpften Stimmen der anderen Freibadbesucher, aber sie sind nirgends zu sehen. Ich werde panisch, ich weiß nicht ob ich imstande sein werde, etwas zu den Kindern zu sagen. Der Junge deutet auf das Schwimmbad vor uns: „Willkommen in der 72. Dimension. Hier leben Gaurgonen.“ Er sagt es, als wäre es ganz normal, aber das ist es nicht. Oder doch? Das mit der Philosophie ist ein Punkt, über den ich noch nachdenke, sprich: ich weiß nicht ob es auf die Liste muss. Wir verlassen das Schwimmbad. Ich wollte das nicht, da nur das Schwimmbad sich wie sichere Heimat anfühlt.
8. Schacht
9. Ich werde mit dem Eis im Schwimmbad stehen und realisieren, dass ich am Anfang der Geschichte sagte: „Dort werde ich keinen seltsamen Jungen sehen“. Aber das ist eine gute Idee für eine Geschichte.
10. Ich werde dieses Jahr eine Geschichte schreiben.

Platz zwei: Sofies Liste

Liste „Wie man ein Problem löst“!
1. Egal
2. Warten Sie 2 Wochen
3. Legen Sie sich aufs Sofa
4. Die Waldfee im Fernsehsessel zaubert Ihr Problem unsichtbar
5. Stellen Sie sich vor, ein Einhorn erscheint & löst Ihr Problem
6. Vielleicht tut es das nicht, isst aber Ihre Nutella
7. Verlassen Sie das Haus. Falls Sie das Überwindung kostet - ein Skelett in Lederhose, das Schlagermusik hört, sitzt im Keller
8. Suchen Sie nach einem Kieselstein
9. Es sollte ein graues, rundes, handliches Exemplar sein
10. Gehen Sie nachhause
11. Falls Sie Angst vor dem Skelett haben - hinter Ihnen steht ein Monster
12. Sie haben sich entschlossen, reinzugehen
13. Zu ihrer Information: Das Monster heißt
14. Siegbert
15. Siegbert mag Steine
16. Falls Siegbert Sie durch den Flur verfolgt, gehen Sie nicht in die Küche
17. Dort sitzt das Einhorn & hat Ihre Nutella leergegessen
18. Es mag Probleme
19. Schlagen Sie im Wohnzimmer einen Dino mit dem Stein nieder - Komplikationen möglich, er ernährt sich von Steinen
20. Nehmen Sie der Waldfee den Zauberstaub weg
21. Zaubern Sie Siegbert einen Maulkorb herbei
22. Falls das Einhorn nach dem Stein greift, drehen Sie die Schlagermusik lauter (Sie schaffen das!)
23. Wenn das Skelett erscheint & das Einhorn panisch aus dem Fenster springt, gut
24. Sprechen Sie „Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitänsmützenständer“ richtig aus - das Skelett reicht Ihnen 2 Wackelaugen aus seiner Lederhose
25. Stellen Sie sich vor, der Stein ist Ihr Problem
26. Kleben Sie die Wackelaugen drauf
27. Gratulation! Problemlösung erfolgreich!
28. Das Skelett wird nun bei Ihnen einziehen & wollen Sie dieses Problem lösen - Sie wissen ja

Platz eins: Monas Liste

Liste nach: Alle Frage (Song von Annenmaykantereit)
1. Ich fahre in die Heimat, ein letztes Mal. Dann: zurück nach Hause. Heimat und zuhause. Ein großer Unterschied.
2. Parken. Die Lampe flackert wie seit jeher. Aufschließen, Stille. Vergangenheit und Erinnerung stechen mir in Nase und Augen.
3. Dann als zweites: Kälte. Und: alte, vom Staub genährte Geborgenheit.
4. Kahle Stellen. Bereits weggebrachte Möbel zeugen von Aufbruch. Und Vergangenheit.
5. Mein altes Zimmer. Die wenigen Sachen, die ich beim Aufbruch des letzten Mals liegen ließ, versuchen Leben zu vermitteln
6. Im kalten Bett liegen. Stille. Fremdheit.
7. Aufwachen. Kälte, Stille. Sachen packen.
8. Durch das leere Haus streifen. Die Haustür öffnen. Hinter mir ins Schloss fallen lassen.
9. Gehen.
10. Nach einer wahren Geschichte

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