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Johanna, Lotte und Mandana schrieben die schönsten Texte

Johanna, Lotte und Mandana schrieben die schönsten Texte

Aus den Einsendungen zu unserer ersten Schreibaufgabe für 8- bis 11-Jährige "Das schönste Zimmer (in meinem Kopf)" wählte Autorin Andrea Karimé drei Texte aus. Warum ihr die besonders gut gefielen und warum ihr die Auswahl gar nicht leicht fiel, beschreibt sie so:

Es ist mir sehr schwer gefallen, aus den Texten, die alle ganz eigen mit der Aufgabe ein "Zimmer in meinem Kopf" zu schreiben oder zu dichten umgegangen sind, drei auszuwählen. Jeder Text hatte etwas Besonderes, jeder seine ganz eigene Poesie, jeder ein Bericht direkt aus "das schönsten zimmer in meinem kopf". Aber am Ende musste ich mich (leider) entscheiden, da nur drei Texte gewinnen können.

Das großartige Bild einer gefährlichen wie kraftvollen Löwenumarmung in einem Raum, "wo jeder einen Platz hat. Setz dich dazu.", leuchtet poetisch durch Johannas ganzen Text, der einen Fantasieraum mit Tieren in der DU-Form erzählt, und macht ihn spannend und überraschend. Rhythmisch wie ein Rap erzählt Lotte mit Reimen und Wortschöpfungen von einem "Glücklichsee" als Unterwasserzimmer im Kopf der Ich-Erzählerin, in dem "auf einmal gar nichts mehr schwer" ist, sie mit einem geheimnisvollen Unterwasserfreund "Seetangschiffen" spielt und die Freiheit schmeckt. Ein stimmungsvolles tauglitzerndes Loblied auf die Größe und Schönheit der Natur als Zimmer für alle, mit "Moosbett", "Grasdecken" und einer Eule, "sie will dich begrüßen", ist Mandanas Text, der eine fantastischen geheimnisvollen Spaziergang durch das "Zimmer in meinem Kopf" für jedes Du erzählt.

Herzlichen Glückwunsch! Eure Andrea Karimé


Neugierig geworden? Hier kannst du die Texte der Gewinnerinnen lesen. Regen Glücklichsee, Moosbett und Löwenkind Deine Fantasie an? Wir freuen uns auf Deinen Kommentar!

Das Unterwasserzimmer (Lotte, 10 Jahre)

In meinem Zimmer, da ist es blau und schön. Mein bester Freund Calvé, der ist wirklich unsichtbar und ganz wunderbar. Wir schwimmen im Wasser, die Wellen schaukeln hin und her und auf einmal ist garnichts mehr schwer. Ich ziehe meine Brille an und tauche mit Calvé, da unten ist's still und klar, ein wahrer Glücklichsee. Wir tauchen runter bis zum Grund wo es von Fischen wimmelt und spiel'n in den Korallenriffen ne' Runde Seetangsschiffen. Das Seetangsschiffen ist ein Spiel, das ich sehr gerne spiele und Calvé mag es auch sehr gern, er muss nicht recherchieren. Die wasserbunten Blümelein, die singen nun ein Lied, das Lied vom ewigen Sonnenschein, solang es ihn gibt. Calvé, der ist ein Rombidom, so heißt nämlich sein Volk, die Rombidoms sind rot und blau, ich hab' es jetzt kapiert. Wir tauchen wieder auf und aus dem Wasser raus. Die Zimmertür ist jetzt verschlossen, sie war ja in meinen Kopf geflochten. Das Gedicht nimmt nun sein Ende, es hat mir Spaß gemacht, deswegen sage ich dir jetzt: Tschüss und Gute Nacht.
ENDE

Das Zimmer in meinem Kopf (Mandana, 8 Jahre)

Da ist eine Brücke. Die Brücke führt über einen Fluss. Sie ist aus Holz. Da sind Seile zum Festhalten. Wenn man angekommen ist, ist da eine Tür. Die Tür ist von Pflanzen umringt. Wenn man durch die Tür geht, dann begrüßen einen viele Tiere. Alles ist geheimnisvoll. Auf dem Gras sind Tautropfen. Sie glitzern im Sonnenlicht. An einem Busch hängen Brombeeren. Es gibt ein Moosbett. Neben dem Moosbett ist ein kleiner Teich. Im Moosbett schläft ein kleiner Igel. Der Igel liegt unter einer Decke aus Gras. Der Igel sieht süß aus! Du kannst mit den Tieren spielen und tanzen. Alle sind fröhlich! Die Tiere können sprechen. Du freust dich, dass du im Zimmer bist. Eine Eule ruft. Vom Moosbett kann man nachts den Sternenhimmel beobachten. Das Moosbett steht auf einer Lichtung. Neben der Lichtung kannst du in einen Wald hineinschauen. Im Wald sind kleine Käfer und Insekten. Du gehst in den Wald hinein. Plötzlich kommst du dir ganz klein vor zwischen all den großen Bäumen. Schon wieder ruft die Eule, du glaubst, sie will dich begrüßen. Sie ruft noch einmal. Du gehst wieder raus aus dem Wald. Der Igel ist inzwischen aufgestanden. Du legst dich ins Bett und schläfst. Das war ein schöner Tag im Natur-Zimmer. Du fühlst dich ganz in der Natur!

Ich denke mir einen Raum (Johanna, 9 Jahre)

Ich denke mir einen Raum. Einen Raum in einem Buch. Wo jeder einen Platz hat, setz dich dazu. Eine rote Wand, eine lila Tür. Eine kleine Katze blickt dich an. Viele Augen blicken dich an. Ein Raum voller Gesichter, ein Raum voller Abenteuer. Du entdeckst links von dir einen Dschungel. Ein Affe, ein Tukan, ein Koala und ein Nilpferd blicken dich an. Ihre Augen hypnotisieren dich. Du fällst auf einen weichen Sessel, doch der wird dir weggezogen. Hinter dir miaut die Katze gerade noch rechtzeitig bevor der Löwe seine Pranke nach dir streckt. Du weichst aus. Der Löwe spricht! Er redet wirres Zeug: “Rapul jakam Tatito.“ Wie er redet - fremd, schnell. Du willst rennen, aber etwas hält dich fest. Der Löwe, der dich eben noch fressen wollte, guckt dich jetzt allerliebst an. Er sitzt in einer Wüste, als er dich umarmt, glaubst du, du träumst. Allmählich beginnst du zu schwitzten, hier ist es sehr heiß. Auf einmal bemerkst du ein Wort, das du kennst, das du gewöhnt bist. Er sagte „Löwenkind“. Blitzschnell wird dir alles klar: Der Löwe denkt, du bist sein Kind! Deswegen umarmte er dich. Du stolperst und taumelst hin und her. Dir wird wieder bewusst, dass dich immer noch alle anstarren als wärst du ein Marsmännchen. Schnell drückst du die Klinke der lilanen Tür und verlässt den Raum. Nun liegt das Buch in deiner Hand. Du besinnst dich wieder auf Realität.

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